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Nina Karasek | Joële (1883-1952)

  • Blumenweihe in den Gestirnen. Bleistift, Farbstift, Tusche auf Papier, 1937
  • Die inkarnierten Götter. Bleistift, Tinte, Kreide auf Papier, 1943
  • Dreifaltigkeit in magischer Auffassung. Bleistift auf Papier, 1945
  • Dämonischer Kreis. Bleistift und Tinte auf Papier, 1943
  • Erdmagnetismus - Schwingungen des dunklen Prinzips. Bleistift auf Papier, 1943
  • Frauensphäre im Joelasland nächst Orion. Bleistift und Aquarell auf Papier, 1928
  • Gegenwartsschwingungen zur Zeitwende. Tusche auf Karton, 1943
  • Gewässer - Bestandteile im Astral. Bleistift auf Papier, 1948
  • Kreise der Kraft. Bleistift, Farbstift, Tusche auf Karton, 1944
  • O.T. Bleistift auf Papier, 1946
  • O.T. Bleistift und Farbstift auf Papier | um 1933
  • O.T. Bleistift und Tusche auf Papier O.T. | 1945
  • O.T. Bleistift, Farbstift, Tusche auf Karton, 1944
  • O.T. Bleistift, Farbstift, Tusche auf Papier, 1933
  • Schwarze Sterne. Bleistift auf Papier, 1945
  • Tod dem Tode. Bleistift auf Papier, 1945
  • Urstofflichkeit des Silbers. Tinte auf Karton, 1943
  • Übermensch und die Herde. Tusche auf Papier, 1928

Alle Bilder: © Elmar R. Gruber

NKportrait02Zweifellos zählt Nina (Franziska) Karasek zu den eindrucksvollsten mediumistischen Künstlern. Dabei war ihr mediumistisches Werk bis vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt. Ein glücklicher Zufall brachte es zum Vorschein.

Von Nina Karaseks Leben ist wenig bekannt. Sie wurde 1883 in Kuttenberg (Kutná Hora) in Böhmen geboren, studierte Kunst an der Wiener Kunstschule für Frauen und Mädchen unter Adalbert Seligmann und Tina Blau. Bis in die 1920er Jahre wirkte sie in Wien als Landschafts-, Veduten- und Genremalerin. Ihre konventionellen Arbeiten wurden bei verschiedenen Ausstellungen gezeigt.

Als sie im Alter von 44 Jahren mit dem Kopieren eines Werks von Rembrandt in einem italienischen Museum beschäftigt war, fiel sie in einen veränderten Bewusstseinszustand. Rembrandt erschien ihr, nahm von ihrem Arm Besitz und ihre Hand zeichnete nun etwas völlig anderes, als sie beabsichtigt hatte. Fortan stand Nina Karasek für den Rest ihres Lebens mit einer ganzen Reihe von großen Meistern in „übersinnlichem“ Kontakt – mit Rembrandt, Dürer, Goya, Raffael, Leonardo, Klimt und anderen. Unter ihrer Führung und Inspiration zeichnete und malte sie zunächst Werke „im Stil“ der Meister. Aber schon sehr bald wurden ihre Arbeiten stilistisch immer freier und zeigten eine enorme Bandbreite an kreativen Ausdrucksmöglichkeiten, von symbolistischen und allegorischen Motiven über Rätselbilder mit fantastischen Gestalten und privaten Hieroglyphen, Zeichen und Symbolen bis hin zu wilden, gestischen Skizzen und abstrakten Kompositionen. Häufig signierte sie von nun an ihre Werke mit ihrem esoterischen „Urnamen“ Joële.

Nina Karasek lebte völlig zurückgezogen. Fast alles, was wir von ihrem Leben wissen, hat sie auf den Rückseiten ihrer Zeichnungen vermerkt: Bisweilen sind es tagebuchartige Aufzeichnungen ihrer grauenvollen Lebensumstände während des Zweiten Weltkriegs, häufig aber merkwürdig undurchdringliche Erläuterungen zu den abgebildeten Motiven – oft ebenso faszinierend und geheimnisvoll wie die Zeichnungen selbst. In ihren Werken entfaltet sich eine spannende private Kosmologie und Mythologie, eine Schaubühne verborgener Kräfte und Prinzipien, die den Makrokosmos wie den Mikrokosmos durchströmen und bestimmen.

Nina Karaseks mediumistische Arbeiten haben kurz nach ihrer Entdeckung den Weg in Galerien und bedeutende internationale Sammlungen gefunden.