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Käthe Fischer (1870-?)

  • Ohne Titel. Buntstift und Tusche auf Papier, 3. Februar 1921
  • Ohne Titel. Pastellkreide auf Karton, 17. Juni 1924
  • Ohne Titel. Pastellkreide auf Karton, am 17. Juni 1924
  • Ohne Titel. Tusche auf Papier, 1921
  • Ohne Titel. Tusche auf Papier, um 1921

Alle Bilder: © Elmar R. Gruber

Zufällig entdeckte Käthe Fischer 1913 während einer spiritistischen Sitzung mit ihrer Mutter in München beim Tischrücken ihre mediumistischen Fähigkeiten. Schon bald begann sie automatisch zu schreiben und zwar, wie sie meinte, unter der geistigen Führung ihres verstorbenen Großvaters. Diese „Offenbarungen“ religiösen Inhalts verbrannte sie schließlich auf Befehl ihres Geistführers. Daraufhin stellte sich die Fähigkeit zum automatischen Zeichnen ein. Sie fertigte auf Befehl der „Geister“ ornamentale Aquarelle an, aber immer eines über das andere, bis ein wirres Durcheinander übrig blieb. Fortan arbeitete sie nur mit Tusche und Farbstiften sowie mit Pastellkreiden.

Einer ihrer Geistführer war ein Nubier, der eine Reihe von automatischen Zeichnungen mit dem Namen „Namgubi“ unterzeichnete. Diese Zeichnungen mit pflanzlichen Motiven, Arabseken und Ornamenten und darin eingewobenen Physiognomien weisen einen ebenso rhythmisch-barockhaften wie spielerischen Stil auf. Auf anderen Bildern unterzeichnete das Medium mit dem Namen Maria Kahlhammer, ein zur Mitte des 19. Jahrhunderts in München bekanntes spiritistisches Medium, das sich angeblich ebenso durch Käthe Fischer zeichnerisch kund tat. Diese Zeichnungen bestehen aus schwungvoll hingeworfenen grotesken Formen, die bisweilen wie humoristische Miniaturen wirken. Umrisse von Gesichtern wachsen aus Linien heraus, die oft eine doppelte Bedeutung haben, einzelne Wörter werden in die Zeichnung eingewoben.