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Milly Canavero (20. Jh.)

  • Ohne Titel. Filzstift auf Papier, 1982
  • Ohne Titel. Filzstift auf Papier, 1985 (1)
  • Ohne Titel. Filzstift auf Papier, 1985 (2)
  • Ohne Titel. Filzstift auf Papier, 1986

Alle Bilder: © Elmar R. Gruber

MC01Im Jahr 1973 war Milly Canavero bereits eine ältere Dame aus Genua, die nichts über Medialität und Parapsychologie wusste. Bei einem zufälligen Aufeinandertreffen eröffnete ihr ein spiritistisches Medium, dass sie selbst über mediale Fähigkeiten verfüge. Sie begann versuchsweise mit dem automatischen Buchstabieren und Schreiben und erhielt erste einfache, dann immer komplexere philosophische Texte.

Seit Ende 1976 änderten sich plötzlich und ohne Ankündigung ihre automatischen Produktionen. Sie begann automatisch zu zeichnen. Ein eigentümlicher Stil entwickelte sich rasch und ohne ihr geistiges Zutun. Ihre mediumistischen Bilder haben nur ein Thema, und dennoch unterscheiden sie sich alle voneinander: es sind abstrakte Formen aus geraden und spiralförmigen Linien, die bisweilen durch Chiffren ergänzt werden. Milly Canavero hielt sie für Botschaften einer extraterrestrischen Intelligenz, die mit einer Blume signiert.

MClibroDas technisch Interessante ist der Umstand, dass Milly Canavero ihre geometrisch so exakten Bilder alle freihändig, ohne Lineal, Zirkel oder andere Hilfsmittel anfertigte. In ihnen soll sich ein Grundgesetz des menschlichen Bewusstseins offenbaren: die Evolution zu höheren geistigen Bereichen. Die fremdartigen Schriftzeichen, die meist in die durch die Linienmuster entstehenden Kästchen geschrieben werden, interpretiert sie als Hieroglyphen ausgestorbener Sprachen. Oft begleiten die Bilder ebenso automatisch empfangene poetische „Durchgaben“, die sie auf der Rückseite der Bögen notiert.