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          Septem Sermones ad Mortuos | 1989 | Acryl und Lack auf Leinwand | 120 x 80 cm
Das Bild entstand als eine Auseinandersetzung mit dem geistigen Raum des bedeutenden Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung, dessen Gedankenwelt mich immer sehr fasziniert hat.

In meditativer Innenschau erschienen Jung eine Reihe von mythischen Gestalten, die zum Bestandteil archaisch menschlicher Erfahrungen gehören. So etwa die Gestalt des Alten Weisen, den Jung Philemon nannte. Diese Gestalten, so entdeckte Jung, führen eine eigenständige Existenz. In den Tiefen der Seele gibt es Dinge, die man nicht selber macht, sondern die sich selber machen und ihr eigenes Leben haben. Philemon erschien ihm als tiefgründiger Lehrmeister von überlegener Einsicht, der ihm die "Wirklichkeit der Seele" näher brachte.

1916 zeichnete Jung diese Gestalten und schrieb, was sie ihm gleichsam eingaben. So entstanden die Septem Sermones ad Mortuos (Sieben Belehrungen der Toten), ein von der Gedankenwelt der spätantiken Gnosis beeinflusster, symbolgetränkter Text. In den Septem Sermones nimmt Jung sein später entwickeltes Schema für die Deutung und Ordnung der allgemeinen Inhalte des Unbewussten vorweg.

In diesem und in anderen Bildern habe ich mich immer wieder mit den Septem Sermones auseinandergesetzt.